Man braucht auch einen Drink

Wien hat einen prominenten Barkeeper, den Roberto. Der hat jetzt eine Bar

Stadtleben | LOKALKRITIK: FLORIAN HOLZER | aus FALTER 06/14 vom 05.02.2014

Geht man häufiger in ein und dieselbe Bar (was unter Barbesuchern durchaus zum immanenten Verhalten zählt), kennt man seinen Barkeeper zumeist mit Vornamen. Der Mann hinter der Theke gilt schließlich als so etwas wie eine Vertrauensperson, was zwar ein Klischee sondergleichen ist, aber doch eine gewisse Relevanz aufweist, da ja kaum ein anderes Mitglied der gastronomischen Servicebrigade dem Gast so nahe ist, permanent mit Alkohol trinkenden Kunden konfrontiert ist wie der Barkeeper.

Roberto Pavlovic, aka Roberto, kennen auch Leute, die nicht häufiger in ein und dieselbe Bar gehen, wahrscheinlich auch solche, die gar nie in Bars gehen. Denn Roberto ist eine Szenefigur, was jetzt schlimmer klingt, als es ist, aber als langjähriger Barkeeper der Loos-Bar genießt man in Wien halt eine gewisse Prominenz. Das ist einfach so. 15 Jahre war er in der Loos, hat dort klassischerweise als Abwäscher angefangen, zwischendurch die Gastronomie des Little Buddha geleitet, allerdings nur kurz, nach


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige