Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Indoor-Grätzel IV: Ich mach dich Meisel!

Stadtleben | LOKALAUGENSCHEIN: FLORIAN HOLZER | aus FALTER 06/14 vom 05.02.2014

Ob der Meiselmarkt, so wie er früher war, heute florieren und Lebensqualität verströmen oder abgefuckt vor sich hin siechen würde, ist heute schwer zu sagen. In den 1990ern wurde er jedenfalls nach Verkauf des Geländes und mehrmaliger Brandstiftung in die Hallen des ehemaligen Wasserspeichers verlegt. Jetzt ist er dort unten zwischen den Säulen, erinnert ein ganz kleines bisschen an einen Suk, im Stock darüber ein Spar und ein Elektrohändler, attraktiv ist anders, auf der Internetseite des "Meiselmarkt-Shopping" kommt der Markt jedenfalls gleich gar nicht vor.

Es gibt Fleisch, Baby

Was auffällt, ist der hohe Anteil an Fleischhauerständen: Es gibt ein paar Halal-Fleischhauer mit Huhn, Lamm, Rind und Kalb, ein paar serbische mit mitunter prächtigem Innereiensortiment und allen nur vorstellbaren Ausformungen des geselchten Schweins, und es gibt zwei "traditionelle" Wiener Fleischhauer, beide sehr gut, Franz Scheumbauer aber um eine Spur charmanter.

Franz Scheumbauer ist ein Fleischhauer,


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