Der Zorn des Georg Zanger

Ein prominenter Anwalt und eine Wiener Richterin sind ein Paar. Nach der Trennung folgt die Anzeige. Ein Justiz-Sittenbild

Politik | PROZESSBERICHT: VALENTIN FREYLER | aus FALTER 06/14 vom 05.02.2014

Georg Zanger sitzt alleine in der hintersten Reihe des Verhandlungssaals, es ist der letzte Prozesstag. Dass er gekommen ist, um sich nur eine Verhandlung anzusehen, ist ungewöhnlich. Denn Zanger ist einer der prominentesten Anwälte Österreichs. Er hat sich dem öffentlichen Kampf gegen Rechtsextremismus verschrieben. Seit Jahren steht er deswegen, aber auch als Verteidiger des Mörders Jack Unterweger und des Kinderschänders Otto Mühl sowie von Gertrude Meschar und den Angehörigen Marcus Omofumas im Rampenlicht.

In diesem Prozess ist Zanger die Öffentlichkeit offenbar nicht wichtig. Es geht für ihn um Korruption. Und um seine ehemalige Freundin Sabrina B., Richterin am Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS) in Wien. Sie muss sich jetzt vor einem Schöffensenat wegen Amtsmissbrauchs verantworten. Die Anzeige hat Georg Zanger eingebracht - aus Rache, darüber sind sich Staatsanwältin und Verteidiger einig.

Wir schreiben das Jahr 2007: Sabrina B. und Georg Zanger sind ein Paar. Zu dieser


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