Kabarett Kritik

Dem Herrn Seidl is es ned wurscht!

Lexikon | VALERIE KATTENFELD | aus FALTER 06/14 vom 05.02.2014

Gery Seidl beschäftigt sich in "Bitte. Danke." mit der Wurschtigkeit. Wünschen würde er sich Buttons mit "Ist mir wurscht", um auf Facebook nicht jede noch so uninteressante Alltagsdokumentation liken zu müssen. Brauchbar z.B., wenn sich der unfähige Gelsengittermonteur auch noch als Schlosser anpreist mit einem Selbstbewusstsein -"als würde der Fleischer Hofstädter eine Rede auf einem Veganer-Clubbing halten." Dann erwacht in ihm der "Herr Seidl" mit seinen destruktiven Urinstinkten Zahmer verhält er sich bei seiner Frau, der ein Großteil des Abends gewidmet ist. Mit viel Herzlichkeit, Humor und physischem Einsatz erzählt er vom Kennenlernen auf dem mörderischen Granit Radmarathon bis zum Umzug ins scheinbar ewig winterliche Waldviertel.

Kulisse, So 20.00


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