Das totale Netz

Unterhosen, die den Arzt anfunken, Obstkisten, die warnen, wenn ihr Inhalt verrottet: Das "Internet der Dinge" soll unser Leben erleichtern. Doch der Datenschutz kommt bei den schönen Zukunftsvisionen noch zu kurz

BERICHT: SEBASTIAN MEYER | Medien | aus FALTER 06/14 vom 05.02.2014

Hans Balatka jätet gerade Unkraut im Garten, als das Handy in seiner Hosentasche vibriert. Auf dem Display leuchten ein rotes Warnsignal, der Name seines Blutdrucksenkers und der Hinweis "Esszimmertisch". Balatka läuft in sein Haus und stellt das Medizinfläschchen zurück in den Schrank. Das Arzneimittel reagiert empfindlich auf Sonnenstrahlen. Die Flasche hat den Patienten daran erinnert.

Nun ist Hans Balatka keine reale Person. Aber was wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film wirkt, könnte schon bald Realität werden. Seit Jahren arbeiten Forscher daran, die Kommunikation von Alltagsgegenständen mit ihrer Umwelt zu ermöglichen. Unter dem Stichwort "Internet der Dinge" sollen Gegenstände selbstständig im permanenten Informationsaustausch stehen. "Die Dinge werden digital veredelt", nennt das Wolfgang Wahlster, Direktor des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken. Beinahe jeder Gegenstand könnte eines Tages mit Rechnerleistung, Funkantenne,

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