Es geht um die Wurst, echt jetzt!

Richard Holmes ist Engländer und macht gern englische Würste. Darf er aber nicht


GERICHTSBERICHT: FLORIAN HOLZER

Stadtleben, FALTER 06/14 vom 05.02.2014

In seiner Heimatstadt Colchester gäbe es schon auch eine Kochtradition, sagt Richard Holmes. Die bestehe darin, irgendwas in die Mikrowelle zu stecken und danach ein wenig zu garnieren. Aus welchen Gründen auch immer entwickelte er sich aber in eine andere Richtung, wollte schon als Kind Koch werden, oder eigentlich noch lieber Sportjournalist, weil man da die ganze Zeit um die Welt reisen und sich Fußballmatches anschauen kann. Dachte er sich als Kind.

Holmes wurde dann kein Sportjournalist, reiste in seiner frühen Jugend aber trotzdem viel durch die Welt, lebte in Norwegen, in den USA und kam schließlich vor acht Jahren nach Österreich. Wo es ihm sehr gut gefällt und er typische Experten-Sachen macht wie in Pubs und als Native Speaker in einem Kindergarten arbeiten. Dabei dachte er, dass es mit dem zweiten Berufswunsch vielleicht etwas werden könnte.

Zumindest ein bisschen. Denn im Zentrum seines Interesses steht eine Speise: die Wurst. Auf die kam er vor ein paar Jahren irgendwann

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