Willkommen in der Wirtschafts-Nato

Es bringt Jobs und Wachstum, sagt die EU-Kommission. Es gefährdet Standards, sagen die Gegner. Das EU-USA-Freihandelsabkommen: eine Bestandsaufnahme

Politik | FRAGEN &ANTWORTEN: EDUARD MÜLLER | aus FALTER 06/14 vom 05.02.2014

Chlorhühner, Genmais, Hormonfleisch -das sind drei von vielen Geschmackserlebnissen, die uns die TTIP angeblich bescheren soll. Das behaupten zumindest Umwelt-und Lebensmittelorganisationen.

Das was bitte?

"TTIP" steht für "Transatlantic Trade and Investment Partnership". Manche sagen auch TAFTA dazu, "Trans-Atlantic Free Trade Agreement". Oder einfach "Wirtschafts-Nato". Jedenfalls stehen all diese Namen für ein großangelegtes Freihandelsabkommen, über das derzeit die EU und die USA verhandeln. Dadurch wollen sie Unternehmensinvestitionen schützen und Handelsbarrieren ausräumen.

Moment, nicht so schnell. Wie lang verhandelt man schon über diese TTIP?

Die Idee ist nicht neu, bereits in den Neunzigerjahren scheiterte ein ähnliches Abkommen am öffentlichen Widerstand. Seitdem jedoch gaben die Konjunkturflaute seit 2008 und der rasante Anstieg der Arbeitslosigkeit beiderseits des Atlantiks dem Vorhaben wieder Aufwind. Vor knapp einem Jahr verkündete schließlich Barack Obama die Aufnahme


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