"Die Pferde fangen an zu husten!"

Mit "Das finstere Tal" ist Genre-Regisseur Andreas Prochaska ein schöner Tiroler Bergwestern geglückt

Feuilleton | FEATURE: MICHAEL OMASTA | aus FALTER 06/14 vom 05.02.2014

Die Geschichte beginnt lange vor dem Film, viele Jahre bevor der Fremde in das Tal kommt und ein Quartier für den Winter sucht. Er packt Goldmünzen aus und einen Holzkasten, einen "Spiegel mit Gedächtnis", wie sich Luzi, die junge Off-Erzählerin, später in schönstem Tirolerisch erinnern wird. Vor ihm lässt der fremde Gast, der aus Amerika kommt und sich selbst Greider nennt, die Leute aus dem Tal posieren.

Von dem Moment an, da der Film die Augen aufschlägt, liegt etwas Bedrohliches über der imposanten Landschaft. "Das finstere Tal" wird von finsteren Gestalten beherrscht, dem alten Brenner und seinen sechs Söhnen. Mit denen hat Greider eine alte Rechnung zu begleichen, und die Währung dafür wird Blei sein und blutig.

Ob es sich bei seiner neuen Arbeit nun um einen Heimatfilm, einen Western oder gar Alpenwestern handelt, das zu klären überlässt Regisseur und Co-Autor Andreas Prochaska lieber den Kritikern. "Bubentraum" ist sein Begriff dafür: "Es gibt, glaub ich, kaum Kollegen,


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