Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Heini Staudinger vs. FMA: ein Streit, den man auch in Brüssel kennt

Politik | JOSEPH GEPP | aus FALTER 06/14 vom 05.02.2014

Vergangenen Donnerstagabend zeigte eine Podiumsdiskussion im Wiener EU-Haus einmal mehr, wie berühmt der Waldviertler Schuhproduzent Heini Staudinger durch seinen Streit mit der heimischen Finanzmarktaufsicht (FMA) geworden ist. Staudinger hat sich für seine Firma Geld von 300 Freunden ausgeborgt - die FMA hält dies für ein illegales Bankgeschäft und hat kürzlich nach langem Streit recht bekommen.

Seitdem ist das Thema "Crowdfunding" in aller Munde, sogar im Regierungsprogramm findet sich ein Bekenntnis zur Reform desselben. Entsprechend hochkarätig besetzt war die Gesprächsrunde im EU-Haus: Neben Staudinger und FMA-Vorstand Klaus Kumpfmüller hatten sich auch ÖVP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier eingefunden.

Fazit des Abends: Kleine und mittlere Unternehmen in Österreich und der EU brauchen besseren Zugang zu Krediten, um investieren zu können, dieser ist ihnen seit der Krise oft verwehrt -das zeige der Fall Staudinger. Dieser sei, so Kommissar Barnier, inzwischen auch in Brüssel wohlbekannt. Trotzdem: Den Rechtsstaat - in Form der FMA - müsse Staudinger respektieren. Das betonten Mitterlehner und Kumpfmüller. F


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