Buch der Stunde

Über ein Bilderbuch für Kleine und Große

Feuilleton | MARIANNE SCHRECK | aus FALTER 06/14 vom 05.02.2014

Auf den ersten Blick wirken die Bücher von Blexbolex so, als wären sie für die ewig jung Gebliebenen gemacht. Die als komplexe Piktogramme angelegten Illustrationen betören das anspruchsvolle Auge, die Kleinen lehnen diese zunächst einmal reflexhaft ab. Ist der Anfangstrotz aber einmal erledigt, lässt sich ein schönes Phänomen beobachten: Die Sprösslinge vertiefen sich fasziniert in die detailreichen Abbildungen, die sich nicht nur auf das Gute in der Welt, sondern auch auf die beunruhigenden Aspekte des Lebens beziehen. Hier strotzt es nur so vor Entführungen, Panik, Verwünschungen, ja sogar Kriege und Invasionen werden zum Thema gemacht.

Nach "Leute" und "Jahreszeiten" hat der aus Frankreich stammende Autor, der mit bürgerlichem Namen Bernard Granger heißt, nun ein Buch mit mehr als nur Schlagworten unter seinen Bildern verfasst (die Graphic Novel "Niemandsland" ist für Leser gedacht, die schon in der Pubertät sind). Blexbolex hat in seiner Erzählung, bei der das Bild nach


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