Kolumne  

EU-Parlamentswahl: worum es beim Urnengang wirklich geht

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 07/14 vom 12.02.2014

Mit dem Sanktus von Angela Merkel ist es entschieden: Luxemburgs Jean-Claude Juncker, bis vergangenen Herbst Regierungschef des kleinen Großherzogtums, hat gute Chancen, nächster Präsident der Europäischen Kommission zu werden.

Zuvor lief noch eine Kampagne von Juncker-Gegnern in höchsten Kreisen, wonach der starke Raucher auch anderen Lastern nicht abhold sei. Der strenge Niederländer Jeroen Dijsselbloem, ein Sozialdemokrat, erinnerte an die Zeiten, als den Euro-Finanzministern unter Junckers Vorsitz in Brüsseler Krisennächten exquisiter Rotwein serviert wurde.

Aber der Termin der Europawahlen Ende Mai rückt näher. Die Europäische Volkspartei war unter Zugzwang. Die Parteienfamilien haben sich verpflichtet, mit deklarierten Kandidaten für den Kommissionspräsidenten in die Schlacht zu ziehen.

Die Sozialdemokraten trommeln für den wortgewaltigen Präsidenten des Europaparlaments Martin Schulz. In der Regierungskoalition in Berlin scheint der Juniorpartner SPD den Ton anzugeben,

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