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Pressekolumne

Medien | Barbara Tóth | aus FALTER 07/14 vom 12.02.2014

Darf ich über den Perlentaucher überhaupt noch in dieser Kolumne schreiben? Ein letztes Mal noch, dann wohl nicht mehr. Denn der digitale Presseschau-Dienst, bis vor kurzem noch verlässlicher Lieferant der morgendlichen Feuilleton-Rundschau, wechselt ins Online-Fach.

Früher bekam, wer den Perlentaucher las, einen sanft kommentierten Überblick über das, was an diesem Tag in den deutschsprachigen Kulturteilen der Süddeutschen Zeitung, der FAZ, der taz und so weiter los war. Buchrezensionen, Debattenbeiträge, Kritiken wurden aufgelistet und, sofern online kostenlos lesbar, auch verlinkt. Nun fasst der Perlentaucher das intellektuelle Tagesgeschehen dreimal täglich nach Themen zusammen. Was online erscheint, hat Vorrang, denn, so das neue Credo: "Das Netz ist jetzt die Öffentlichkeit.“ Viel Erfolg beim Perlentauchen in Blogs, Podcasts und Videokanälen, sagt die wehmütige Leserin. Der Perlentaucher ist ab jetzt ein Fall für die Digitalia.


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