Völkerverständigung im Zeichen brauner Limonade

Medien | Konsumistisches Manifest: Klaus Nüchtern | aus FALTER 07/14 vom 12.02.2014

Ein Wohlfühlspot von Coca-Cola provoziert US-amerikanische Rassisten zu wütenden Tiraden. Was ist denn hier los?!

Es gibt ein legendäres österreichisches Plakat aus dem Jahr 1973. Es zeigt einen Buben in kurzen Lederhosen, der einem annähernd doppelt so großen Erwachsenen gegenübersteht - mit einer Schirmkappe auf dem Kopf und eher klodeckelgroßen Händen, die ihn als Hackler ausweisen. Der Text dazu lautet: "I haaß Kolaric, du haaßt Kolaric, warum sogn s’ zu dir Tschusch?“

Das Plakat wurde damals im Auftrag der Aktion Mitmensch der österreichischen Werbewirtschaft von der Agentur Lintas gestaltet und gilt als Meilenstein dessen, was heute Social Advertising heißt, also Werbung, die keine Produkte verkaufen, sondern Werthaltungen fördern will.

Diskriminierung bedeutet wörtlich ja zunächst einmal "Unterscheidung“ - an welche sich freilich bestimmte Praktiken oder, fescher noch, "Politiken“ knüpfen: Indem ein Unterschied als bedeutsam inszeniert wird, rechtfertigt er


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