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Feuilleton | Reportage: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 07/14 vom 12.02.2014

Auf dem ehemaligen Philips-Bau am Wienerberg gibt neuerdings ein Smiley Auskunft über die aktuelle Gefühlslage der Bevölkerung

Als der Kran da war, kam auch die Sonne. Tagelang hatten die Künstler Benjamin Maus, Julius von Bismarck und Richard Wilhelmer bei Eiseskälte auf dem Parkplatz vorm ehemaligen Philips-Hauptquartier am Wienerberg Metallteile aus dem hölzernen Container ausgepackt, mit klammen Fingern zusammengeschraubt und Neonteile befestigt. Dann ging alles ganz schnell: Der blaue Ausleger hob die acht Meter hohe und eine Tonne schwere Skulptur "Public Face“ hinauf auf das Flachdach über der Chefetage im elften Stock des denkmalgeschützten und derzeit leerstehenden Bürogebäudes von Architekt Karl Schwanzer aus den 1960er-Jahren.

Bei "Public Face“ handelt es sich um ein interaktives Kunstwerk: Ein Neon-Smiley zeigt die durchschnittliche Gemütslage der Menschen an, die von Kameras gefilmt werden. Eine spezielle Sicherheitssoftware vom Fraunhofer-Institut errechnet das


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