Popstar mit guter Kinderstube

Feuilleton | Einschätzung: Gerhard Stöger | aus FALTER 07/14 vom 12.02.2014

Nach dem Internethype veröffentlicht Left Boy sein Albumdebüt. Folgt für den Wiener die große Karriere?

André Heller war verschnupft, als er im März 2012 seine Biografie "Feuerkopf“ in der Albertina präsentierte. Aber er freute sich über den kratzenden Hals und die tropfende Nase. Denn Schuld daran trug kein Virus, sondern eine durchfeierte Partynacht mit seinem Sohn Ferdinand Sarnitz. Der hatte drei Tage davor im Wuk sein allererstes Konzert gegeben. Left Boy nennt sich Sarnitz als Musiker. Seinen Vater bezeichnete er in ersten Interviews als seinen besten Freund.

Der analogen Welt war der in New York lebende junge Wiener damals allenfalls aus einem schönen Weihnachtsgespräch bekannt, das er mit dem Herrn Papa und seiner Großmutter, Elisabeth Heller, für den Standard geführt hatte. Im Internet hingegen war er bereits ein Star, der über die eigene Website regelmäßig partytaugliche Musik auf Hip-Hop-Basis verschenkte, dazu amüsante Videos reichte und über eine täglich


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