Der Franz, der kann’s

Feuilleton | Rezension: Nicole Scheyerer | aus FALTER 07/14 vom 12.02.2014

Im 21er Haus führt Franz Graf in seiner Personale die Wiener Kunstszene zusammen

Der Abschied von der Akademie fiel ihm schwer. Als Franz Graf 2006 seine Professur niederlegte, sprach er wehmütig von seiner "family“, die er verlassen musste. Zudem hatte sich in den neun Jahren Lehrtätigkeit für den in den 1980er-Jahren gefeierten Szenestar karrieremäßig wenig getan. Sogar viele Studenten sahen ihren technoversierten Lehrer eher am Mischpult als an der Leinwand.

Aber der heuer 60-Jährige ist mit zahlreichen gelobten Ausstellungen noch einmal voll durchgestartet. Seine mit Grafit und Tusche auf Leinwand gemalten, gern freizügigen Frauenporträts kommen ebenso gut an wie seine Schrift- und Ornamentbilder. Nun nimmt der Ex-Professor mit Underground-Flair seine vielköpfige "family“ mit einer gelungenen Rauminstallation im 21er Haus unter seine Fittiche.

Mit gelben Schalungsplatten und Baugerüsten hat Graf das schwer zu bespielende Glashaus toll gemeistert. Ein Grundriss mit Dreiecken

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