"Wenn man sich die Marx Brothers anschaut, kann man sich nicht umbringen“

Feuilleton | aus FALTER 07/14 vom 12.02.2014

Mit "I ♥ Huckabees“ hat Regisseur David O. Russell 2004 eine verschwurbelte Artsy-fartsy-Komödie mit hohem Staraufgebot (Dustin Hoffman, Isabelle Huppert) gedreht. Danach gab’s sechs Jahre Pause, in denen sich der 55-jährige New Yorker neu orientiert hat: Sowohl sein Boxer-Drama "The Fighter“ (2010, mit Mark Wahlberg, Christian Bale) als auch die Außenseiter-Komödie "Silver Linings“ (2012, mit Bradley Cooper, Jennifer Lawrence) waren wesentlich geradliniger erzählt. Seine Gaunerkomödie "American Hustle“ ist nun für zehn Oscars nominiert, darunter auch die sogenannten "Big Five“ (Regie, Film, Drehbuch, Hauptdarsteller und Haupdarstellerin).

Falter: Wie viel Spielraum lassen Sie Ihren Schauspielern?

David O. Russell: Das Drehbuch ist sehr genau, aber es gibt Raum für Interpretation. Christian Bale meinte einmal, wir interessierten uns für genau die Dinge, die andere für Nonsens halten: die Art, wie jemand geht, wie jemand seine Haare trägt, wie jemand mit seiner Frau


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