Der Förster vom Heldenplatz

Feuilleton | Rezension: Matthias Dusini | aus FALTER 07/14 vom 12.02.2014

Ein halbes Jahrhundert nach seiner Niederschrift wurde ein Roman Elisabeth de Waals veröffentlicht. Leider

Der englische Künstler Edmund de Waal schrieb ein Buch über seine aus Österreich stammende Familie, das 2011 unter dem Titel "Der Hase mit den Bernsteinaugen“ erschien. Darin spielt die Großmutter Elisabeth de Waal eine wichtige Rolle, eine gebildete Dame aus dem Großbürgertum, die mit Rainer-Maria Rilke korrespondierte und als eine der ersten Frauen überhaupt in Wien studierte.

In ihren Unterlagen fand der Enkel ein Romanmanuskript, das Elisabeth de Waal (1899-1991) nach ihrer Emigration nach England verfasst hatte. Für ihn war es eine Herzensangelegenheit, den Text gedruckt zu sehen, für den Verlag wohl auch finanzielles Kalkül. "Der Hase mit den Bernsteinaugen“ ist ein Bestseller, der die Aufmerksamkeit nun auch auf den posthum publizierten Roman lenkt, in dem die Autorin von Menschen erzählt, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Wien zurückkehren.

Ein von den Nazis


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