Nüchtern betrachtet 

Der Hinweis des Kellners des Lokals mit der Stiege

Feuilleton | aus FALTER 07/14 vom 12.02.2014

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Er habe, so ließ sich die Stimme des Kellners des Lokales, das man immer aufsucht, nachdem man einen japanischen Film aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts gesehen hat, vernehmen, auch noch gebackenen Kalbskopf im Angebot. Auf gebackenen Kalbskopf habe ich circa zweimal im Jahr Lust. In diesem Moment pressierte es jetzt nicht ganz arg mit dem Kalbskopfverzehr, ich wählte die geröstete Leber.

Mein Begleiter, der die Entwicklung, die das Lokal, das man immer aufsucht, nachdem man einen japanischen Film aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts gesehen hat, während der letzten drei, vier Jahrzehnte genommen hat, ganz gut zu überblicken schien, meinte, dass der gebackene Kalbskopf hier schon auch arg rustikal sein könne. "Dann war die Leber vielleicht doch eine gute Wahl“, antwortete ich (sie war), freute mich aber dennoch, dass mich der Kellner auf dieses außertourliche Angebot


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