Durch die Klobrille betrachtet

Stilkritik: Christopher Wurmdobler | Stadtleben | aus FALTER 07/14 vom 12.02.2014

Menschen im Hotel: Der sozialistische Stil hat in Sotschi alle überrascht. Wieso eigentlich?

Man schenke sich etwas Schwarztee in ein Marmeladenglas ein, mache ein Foto davon und verbreite das Bild über soziale Netzwerke mit dem Text, es handle sich dabei um "My Sochi Hotel Room“. Noch bevor am Schwarzen Meer die Olympischen Winterspiele mit viel Tamtam eröffnet wurden, konnte man es auf diese Weise bis ins amerikanische Nachrichtenfernsehen schaffen.

Unfertige Hotelzimmer, Doppeltoiletten ohne Trennwand oder mit falsch montierten Klodeckeln, braunes Wasser aus der Leitung, leere Regale, kurz: sozialistische Zustände im russischen Sotschi - das machte Stimmung gegen Putins Spiele, bevor sie überhaupt begonnen hatten. Sogar das Foto von einer Biene in einer Portion Honig machte die Runde. Also ob es das nicht auch in Schweden gäbe.

Auf Facebook alberte man herum. User posteten Fotos vom eigenen trostlosen Arbeitsplatz zu Hause ("My Sochi Press-Centre“), von ungewaschenem Geschirr

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