Hinter der Fleischfassade

Stadtleben | Gericht, Bericht & Fotos: Irena Rosc | aus FALTER 07/14 vom 12.02.2014

Peter Hiel produziert vegane Feinkost in einer ehemaligen Brigittenauer Fleischhauerei

Zwei der einst modernsten Gebäude Wiens markieren den Ort in der Brigittenau: Auf der einen Seite befindet sich das 1954-56 errichtete Hochhaus des kommunistischen Globus-Verlags, entworfen von Margarete Schütte-Lihotzky, der ersten Frau, die in Österreich ein Architekturstudium abgeschlossen hatte. Auf der anderen Seite befand sich bis 2003 das 1905 eröffnete Männerwohnheim Meldemannstraße; es galt als eines der modernsten Europas. Auch Adolf Hitler wohnte hier von 1910 bis 1913.

Diesen Ort passiert man auf der Suche nach Peter Hiel, einem Produzenten feinster vegetarischer Lebensmittel. Die Marchfeldstraße ist keine Flaniermeile. Ein kleines Schild deutet darauf hin, das sich hinter einer unveränderten, vor einem Vierteljahrhundert von einem pensionierten Fleischhauer übernommenen, mit soliden beigen und braunen keramischen Kacheln verkleideten Geschäftsfassade die Produktionsstätte vegetarischer

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