Katharinas Nachtwache Was in Wiens Partyszene passiert -Veranstaltungen im Überblick

Ein Lob dem besten Pressetextschreiber Wiens

PARTYTIMER | aus FALTER 07/14 vom 12.02.2014

Wir freuen uns ja über die Presseaussendungen der Veranstalter, weil sie uns helfen, den Überblick über Wiens Partygeschehen zu behalten. Nach einigen Jahren im Ankündigungsbusiness haben sich einige Formulierungen aber stark abgenützt: von "Manege frei, hereinspaziert" bis "House vom Feinsten, garniert mit Techno-Einsprengseln" und "The show must go on" lesen wir Woche für Woche dieselben Phrasen. Zwischen all die Zirkus-,Kochrezept-und Songtext-Referenzen mischt sich jeden Mittwoch das Mail eines überaus sympathischen Bookers, der statt bekannter Floskeln lieber witzige und gerne auch kritische persönliche Einschätzungen gibt. Für Sätze wie "Die Band XY ist nicht nur frisurentechnisch, sondern auch musikalisch höchst bedenklich, aber auch solche Bookings müssen ab und zu sein" möchten wir ihn falterintern regelmäßig abbusseln. Namen können an dieser Stelle natürlich keine genannt werden. Wir wollen ja auch in Zukunft von diesen besten aller Programmmails beglückt werden.

VORSCHAU

FREITAG: Der Valentinstag macht sich auch im Nachtleben bemerkbar. Im Rhiz legen die Falter-Kollegen Stöger und Fasthuber Tanzmusik im Zeichen der Liebe auf, von Donna Summers "I Feel Love" bis zu The Raptures "How Deep Is Your Love"; im Morisson Club tut sich die Wiener Schmusevermittlung Fixzam mit dem Lonely Hearts Club für eine Nacht voll Liebesmusik zusammen, und Tschamba Fii alias Florian Horwath stellt im Loft die berechtigte Frage "Darf denn Liebe Synthie sein?" Technoider und valentinstagsfrei geht es beim Meat Market in der Fluc Wanne mit einem Set des Berliners Mørbeck zur Sache.

SAMSTAG: Das Kremser Donaufestival wirft seine Schatten voraus und präsentiert in der Pratersauna mit Andy Stott einen alten Bekannten, der bedrohlich klunkernde Fabrikshallengeräusche mit Dub-Techno-Schlieren und Dunkelheits-Soundforschung kurzschließt. DJ Friction, nicht nur aus Freundeskreis-Zeiten, sondern auch als Disco-Liebhaber bekannt, legt im Sass auf, der deutsche Technoveteran Tobi Neumann in der Grellen Forelle. Im Café Leopold verneigt sich der junge Berliner Aufsteiger Palms Trax vor frühen Techno-und House-Produktionen aus Detroit und Chicago.

MONTAG: Superbooking im Rhiz: Cakes da Killa bringt eine Prise New Yorker Cloud Rap ohne Blatt vorm Mund in die Stadt. Im Fluc werken derweil die tollen US-Garagen-Psychedelik-Popper Tera Melos. seidler@falter.at


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