Ein Mann steht im Weg

Der Wiener ÖVP-Chef Manfred Juraczka punktete im Kleinkrieg um Parkpickerl und "Mahü". Aber wo will er seine Partei in der Stadtpolitik positionieren?

Politik | PORTRÄT: FLORIAN KLENK | aus FALTER 08/14 vom 19.02.2014

Manfred Juraczka stellt sich für ein Foto direkt auf die Mariahilfer Straße. Unten in der Begegnungszone beim Museumsquartier. Zuerst flitzt ein Segway-Fahrer vorbei. Es folgt ein Radler im Temporausch. Schließlich beansprucht ein tiefergelegter BMW mit wummernden Bässen den Vorrang. Fußgänger Juraczka, das sieht man gleich, ist hier kein gleichberechtigter "Verkehrsteilnehmer", wie es die Shared-Space-Fans nennen würden, eher einer, der stört. Juraczka schmunzelt, die Lage gefällt ihm. Er steht ja jetzt auch den Grünen im Weg. Das Verkehrswirrwarr spielt ihm in die Hände. "Ich weiß ja gar nicht, wie hier umgebaut wird, kein Plakat verrät es mir", sagt er.

Er weiß es natürlich genau. Aber diese neue Unübersichtlichkeit macht es ihm dieser Tage leicht: da der Schilderwald mit Verkehrszeichen, die niemand aus der Fahrschule kennt; hier die rot eingefärbte Busspur in der Fuzo, auf der kein 13A mehr fährt, weil er huschpfusch verlegt wurde; da die weggefrästen Zebrastreifen.


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