In der falschen Gasse

Die Abstimmung über die Mariahilfer Straße wird zur rot-grünen Überlebensfrage hochstilisiert. Ob die Koalition für Wien etwas weiterbringt, entscheidet sich aber ganz woanders

Politik | ZWISCHENBILANZ: BARBARA TÓTH | aus FALTER 08/14 vom 19.02.2014

Was wird am Tag nach Ende der Meinungserhebung zur Mariahilfer Straße übrig bleiben? Thomas Blimlinger, seit 13 Jahren Bezirksvorsteher im siebten Wiener Gemeindebezirk und damit so etwas wie das politische Urgestein der Grünen in dieser Stadt, glaubt es zu wissen. "Wir werden uns wirklich fragen müssen, ob wir auch in Zukunft verkehrspolitische Projekte monatelang diskutieren und testen." Natürlich sind die Grünen als Erneuerer der Wiener Stadtpolitik angetreten. Natürlich wollen sie die Bürger mehr einbinden, als es die seit Jahrzehnten hoheitsvoll allein regierende SPÖ macht. "Aber irgendwann", denkt Blimlinger laut nach, "muss es auch den Punkt geben, wo man als Politiker Entscheidungen trifft, kommuniziert und dann einfach durchzieht." Als Blimlinger diese Worte bei einer Mariahilfer-Straßen-Debatte zum Thema "Kampfzone statt Begegnungszone" im Depot in Wien-Neubau letzten Donnerstag anbrachte, gab es viel Applaus. Auch von den grünen Funktionären, die im Publikum saßen.


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