Die Schreckensbilanz des EU-Kommissars

Trotz Massenarbeitslosigkeit bleibt Wirtschaftskommissar Olli Rehn auf seinem katastrophalen Wirtschaftskurs

Falter & Meinung | GASTKOMMENTAR: MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 08/14 vom 19.02.2014

Wirtschafts-und Währungskommissar Olli Rehn ist überzeugt: Die wirtschaftspolitischen Strategie der EU ist von Erfolg getragen. Rehn glaubt das mit Zahlen belegen zu können: Die Wirtschaft der Eurozone ist im vierten Quartal 2013 gewachsen, nämlich um 0,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote ist seit September zurückgegangen -nämlich um ein Zehntel auf zwölf Prozent. Nun müsse man mutig Kurs halten.

Dem Finnen muss man ein erstaunliches Maß an Halsstarrigkeit bescheinigen, wenn man sich seine Bilanz vor Augen führt. Denn tatsächlich liegt die Wirtschaftsleistung der Eurozone noch immer deutlich unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2007. Bei normalem Verlauf wäre die Wirtschaftsleistung um mehr als zehn Prozent höher. Die Zahl der Arbeitslosen ist hingegen seit Beginn der Krise um acht Millionen gestiegen.

Allein diese beiden Werte zeigen das enorme Ausmaß der Unterauslastung der Wirtschaft. Sie geben Hinweise auf die sozialen Folgen: Massenarbeitslosigkeit, Zunahme von Armut und sozialer


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