Kommentar Stadtplanung

Die Schlacht von Aspern: Das rote Heere schlägt die grünen Partisanen


MATTHIAS DUSINI
Falter & Meinung | aus FALTER 08/14 vom 19.02.2014

Es war ein gemeinschaftlicher Moment von bleibender Symbolkraft. Am vergangenen Samstag präsentierte sich das Stadterweiterungsgebiet Seestadt Aspern mit einer Multimediashow. Rund 15.000 Menschen kamen, um das Stück "Kranensee" zu sehen (siehe auch S. 23). Der Vollmond stieg an diesem frühlingshaften Februarabend über einem Szenario auf, das auch eine stadtpolitisch brisante Botschaft vermittelte.

Das angereiste sozialdemokratische Establishment rund um Wohnbaustadtrat Michael Ludwig führte den angereisten Massen vor, was das gute Leben in seiner Hochburg bedeutet: eine nigelnagelneue U-Bahn; Wohnen ohne Auto; niedliche Geschäftsstraßen mit viel Grün; Flanieren am Badesee; Arbeiten in technologisch avancierten Unternehmen.

Das sind durchwegs Motive, die dem Juniorpartner in der Stadtregierung mindestens genauso am Herzen liegen. Die Planungsstadträtin Maria Vassilakou durfte allerdings nicht ans Mikrofon.

Während sich die Partisanen auf der Mahü auf einen zermürbenden Straßenkampf

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