GEPIMPELT

Bad Taste: Das Hofmobiliendepot zeigt in einer Ausstellung böse Dinge

Stadtleben | MUSEUMSBESUCH: CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 08/14 vom 19.02.2014

Bilder aus Fischschuppen oder dem Haar von Verstorbenen, Meißner Porzellan mit Insektendekor, eine hölzerne Taschenuhr, ein Bierhumpen als Hybride aus Bismarck und Rettich, ein Kehrblech, das Holz imitiert: Im Hofmobiliendepot steht ab sofort in der Ausstellung "Böse Dinge" schlechter Geschmack im Mittelpunkt.

Bevor es zu den bösen Dingen geht, sollen Besucherinnen und Besucher aber erst einmal die guten Dinge sehen. Aus den Archiven des Werkbundes zeigt die Schau Beispiele guter Formgebung: Koffer mit sachlich gestaltetem Geschirr, die deutschen Schulen bis in die 1960er zur Verfügung gestellt wurden, für die ästhetische Erziehung der Kinder. Schnörkelloses Produktdesign von Firmen, die ab 1907 im Werkbund aktiv waren: AEG, Braun, Weck, Pelikan, Bahlsen oder Kaffee Hag -auch um die Negativkennzeichnung "Made in Germany", die die britische Industrie eingeführt hatte, ins Positive zu wandeln.

Wie wichtig ästhetische Bildung einst war, zeigt sich in Teil zwei der Ausstellung. Der


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