Nüchtern betrachtet

Zur Not kann ich den Jungen schon helfen

Feuilleton | aus FALTER 08/14 vom 19.02.2014

Kurze Zeit bin ich früh schlafen gegangen. Durchmachen ist ja noch nie mein Ding gewesen. Durchmachen bringt mich aus dem Rhythmus und macht mich depressiv. Zwischen Durchmachen und Huschhusch-indie-Heia liegt freilich ein weites Feld, auf dem ich immer noch zu finden war, nachdem die Viertelnachzehnräkler und "Morgen ist auch noch ein Tag!"-Rufer dieses längst geräumt haben. Im Zuge einer sich ankündigenden Lebensmittekrise und des glorios gescheiterten Versuchs, meine Altersweisheit vorzuziehen, hatte ich mich vor einiger Zeit aber entschieden, dass ich nicht immer zu den letzten zählen muss, die von der Weihnachtsfeier nach Hause wanken.

Insbesondere während der Getränkeferien ist die Bereitschaft, sich dem Geschwatze oder Gerauche gutgelaunter Gattungsgenossen auszusetzen , doch stark enden wollend. Wobei die Ursachen dafür gar nicht so eindeutig sind, wie es den Anschein hat. Nicht notwendig dient Alkohol dazu, sich das Gelaber der anderen schönzutrinken. Vielleicht braucht


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