Wie du mir, so ich Tier

Warum es falsch war, die Kopenhagener Giraffe Marius zu schlachten


APPELL: PETER IWANIEWICZ
Stadtleben | aus FALTER 08/14 vom 19.02.2014

Vom 7. bis 9. Februar dieses Jahres fand in Dresden die "Zookunft 2014, eine Tagung zur "Förderung guter Tiergärtnerei", statt. Kritischen Stimmen, die für eine Abschaffung aller Tiergärten auftreten, wurde dort entgegengehalten, dass Kinder immer weniger emotionale Bindung zu Tieren hätten und gerade Zoos diese Sensibilisierung ermöglichen würden.

Einen Tag später wurde im Zoo von Kopenhagen ein junger Giraffenbulle mit einem Schlachtschussapparat getötet und vor Publikum in Stücken an Raubkatzen verfüttert.

Dem medialen Empörungssturm hält die Zooleitung ihren pädagogischen Auftrag entgegen, weil man "Kindern ein umfassendes Bild von der Anatomie einer Giraffe zeigen konnte, das sie durch ein Foto allein nicht erhalten hätten".

Und -so rechtfertigte man sich weiter -auch dieser Aspekt natürlicher Kreisläufe wäre Teil des Bildungsauftrags eines Zoos. Das klingt scheinbar vernünftig, ist jedoch nur eine bequeme Ausrede für die inkonsequente Politik vieler, wenn nicht sogar

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