Nimmt er den Hut?

Frechheit siegt, meint Burgtheater-Chef Matthias Hartmann. Nun probt sein Ensemble den Aufstand

Feuilleton | ANALYSE: WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 08/14 vom 19.02.2014

Matthias Hartmann hatte eine schwere Kindheit: Seine alternativen Eltern wollen, dass er Künstler wird, der Sohn kann diesem Gedanken zunächst nur wenig abgewinnen. Zwei Jahre vor dem Abitur bricht er die Schule ab, trampt ziellos durch Italien und lernt auf Elba einen Redakteur der Süddeutschen Zeitung kennen. Der bringt ihn auf die Idee, es doch einmal mit Theater zu versuchen.

Später, Hartmann geht inzwischen wieder zur Schule, rät ihm seine Mutter, sich doch bei der berühmten Schaubühne in Berlin als Hospitant zu bewerben. Der Gymnasiast fährt nach Berlin und spricht bei Dieter Sturm vor, dem legendären Chefdramaturgen der Schaubühne. Der unterhält sich mit dem Burschen und empfiehlt ihm, erst einmal ein, zwei Jahre zu studieren und dann wiederzukommen.

Das dauert Hartmann zu lang. Also steigt er in ein Taxi und fragt den Fahrer, ob es in Berlin denn noch ein anderes Theater gebe. Der fährt ihn ins Schillertheater, wo Hartmann in eine Sitzung des Betriebsbüros platzt und


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