Wieder gelesen Bücher, entstaubt

Politik | BARBARA TÓTH | aus FALTER 08/14 vom 19.02.2014

Eugen Freunds Tagebuch Drei Wochen war der neue Spitzenkandidat der SPÖ für die Europawahlen, der bekannte ORF-Journalist Eugen Freund, abgetaucht. Nach einem missglückten Kampagnenstart hatte sich Freund eine Auszeit genommen, um sich besser auf seinen Rollenwechsel vom Journalisten zum Politiker vorzubereiten. Letzte Woche trat er dann erstmals wieder öffentlich bei einer Podiumsdiskussion und vor roten Gewerkschaftern auf. Ob er in der Zwischenzeit wohl Tagebuch geführt hat? Zu hoffen wäre es, und auch, dass er später seine Momente als Quereinsteiger in die Politik in einem Buch zusammenfassen wird. So, wie er es auch schon in den sechs Jahren als ORF-Korrespondent in Washington von 1995 bis 2001 gemacht hat. "Mein Amerika" ist ein chronologisch angelegter Notizenband, sehr persönlich, was mitunter ein wenig selbstverliebt wirkt, aber auch manch einen interessanten Einblick in den Alltag eines Korrespondenten liefert.

Eugen Freund: Mein Amerika, 1995-2001. Wieser, 2001,202 S., € 19,80


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