Neues aus Prinzessinnenland

Einst gründete sie Woman. Nun macht Uschi Fellner-Pöttler schon wieder eine neue Frauenzeitschrift

Medien | BEGEGNUNG: SIBYLLE HAMANN | aus FALTER 08/14 vom 19.02.2014

Der Pressesprecher nennt sie "Prinzessin". In dem Moment weiß man, dass man sich im Epizentrum eines Problems befindet. O ja, auf Fotos kann diese Frau durchaus so ausschauen: Sie ist blond, klein, zierlich, zerbrechlich, man möchte sie beinahe stützen, damit sie auf ihren 12-Zentimeter-Stilettos nicht umkippt. Doch Uschi Fellner-Pöttler eine "Prinzessin"? Das kann nur jemandem einfallen, der ausschließlich in Äußerlichkeiten denkt.

Uschi Fellner-Pöttler ist genervt. Man merkt, dass ihr Vorurteile nicht zum ersten Mal in ihrem Leben begegnen. Knapp über 50 Jahre ist sie jetzt alt, da hat jede berufstätige Frau mit dem "Prinzessinnen"-Klischee abgeschlossen. Nach vielen langen Arbeitsjahren weiß sie, dass gutes Aussehen zwar Aufmerksamkeit bringt, aber nicht zwangsläufig Respekt. Dass man klar verlangen muss, was man haben will. Und dass Vertrauensseligkeit zwar niedlich wirken mag, im Business aber tödlich sein kann.

Uschi Fellner-Pöttler traut deswegen auch dem Falter nicht.


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