Der Mann, der Olympia besiegte

Karl Schranz entwickelte sich vom besten Skirennfahrer der Welt zum besten Netzwerker der Berge

Stadtleben | PORTRÄT: JOHANN SKOCEK | aus FALTER 08/14 vom 19.02.2014

Es ist der zweite Abend der Winterspiele in Sotschi. Im Austria Tirol House herrscht Ballermann-Stimmung, weil der österreichische Skirennfahrer Matthias Mayer den olympischen Abfahrtslauf gewonnen hat. Da schneit eine Gestalt im roten russischen Trainingsjanker herein und umarmt Karl Schranz: Wladimir Putin erweist seinem Freund die Ehre und bedankt sich. Für Hilfe und Loyalität über viele Jahre, von den ersten Gesprächen vor 13 Jahren über Winterspiele in Russland über die Überzeugungs-und Netzwerkarbeit beim Internationalen Skiverband und im IOC bis zur Planung der alpinen Pisten und Infrastruktur. An diesem Abend im Haus Tirol erntet Karl Schranz die Früchte seiner sportlichen und sozialen Intelligenz.

Wer ist dieser Karl Schranz? Er ist ein Kind des Arlbergs, Sohn eines Eisenbahners und einer Magd. Einige Trailer seines Lebens sind Teil des kollektiven Gedächtnisses. Der Ausschluss von den Winterspielen in Sapporo 1972 und der Empfang durch hunderttausende hysterisierte Österreicher.


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