Neneh Cherry sagt: Der ganze Schnick-schnack soll sich schleichen, Beat und Stimme, das muss reichen!

Feuilleton | Musikkritik: Gerhard Stöger | aus FALTER 09/14 vom 26.02.2014

Für die Geschichtsbücher ist Neneh Cherry die Frau, die den Hip-Hop in die Popmusik brachte und damit eine relativ kurze, aber ziemlich erfolgreiche Karriere bestritt. Damals, Ende der 1980er, Anfang der 1990er, mit Hits wie "Buffalo Stance“ und drei Alben, von denen das erste "Raw Like Sushi“ hieß.

Dass passte gut, denn die Schwedin war kein makelloses, aber austauschbares Pop-Püppchen, sondern weit eher eine selbstbewusste Göre. Die Musik klang in ihrer Mischung aus Dancepop, Rap und ein wenig Proto-Trip-Hop jedoch alles andere als roh.

18 Jahre nach ihrem letzten Soloalbum "Man“ meldet sich die Stieftochter der Free-Jazz-Ikone Don Cherry nun wenige Wochen vor ihrem 50. Geburtstag zurück, und diesmal ist sie wirklich "Raw Like Sushi“. Viel mehr als ihre eindringliche Stimme, Schlagzeug und minimalistische Elektronik hat nicht Platz auf "Blank Project“, mit dem Neneh Cherry den Tod ihrer Mutter verarbeitet, der Künstlerin Monika Karlsson.

Die Musik hat das experimentierfreudige


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