Stadtrand Urbanismuskolumne

Die Buckelpiste ist die beste Begegnungszone

Stadtleben | aus FALTER 09/14 vom 26.02.2014

Verkehrsberuhigung passiert, in Wien manchmal auch ganz ungeplant. Ohne Bürgerbeteiligungsverfahren, Supervision, Ausstellungen, Gebietsbetreuung, schlaue Planer und Architektinnen hat sich in einer Gasse am Rande von Wien 17 das Tempo-30-Problem fast von ganz allein gelöst. Während nämlich auf der neuerdings durch bauliche Maßnahmen eigentlich entschleunigten Ottakringer Straße die Angeber mit ihren fetten Autos immer noch sehr rasen, geht es auf der Parallelstraße neben der "OTK“ schön gemächlich zu. Aus den fetten Autos dröhnen zwar Technobässe, sie fahren aber im Schritttempo. Weil die Gasse nach Kanalbauarbeiten nie wieder ganz fertiggestellt wurde und eine Buckelpiste ist.

Die Gasse sieht zwar ein bisschen so aus, als würde sie direkt zum Hundertwasserhaus (und dabei durch ein rumänisches Dorf) führen, aber bizarre Asphalthügel, tiefe Schlaglöcher und Pfützen halten die Autofahrer vom Brettern ab. So müssen Begegnungszonen aussehen! Und jetzt bitte noch einmal die OTK aufreißen und ein paar Hügel, Löcher und Hindernisse einbauen. F


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