Basics  Grundkurs Kochen (237)

Tust du in den Eintopf Graupe, schmeckt’s dem Falter & der Raupe

Stadtleben | aus FALTER 09/14 vom 26.02.2014

Die Graupe hat ein Imageproblem. Zum einen reimt sie sich auf Staupe, was schon einmal ein bissl unappetitlich ist, zum anderen haftet ihr der Ruf des Arme-Leute-Essens an. Die Rollgerste, wie sie auch genannt wird, ist (neben Spalterbsen) der Grundbestandteil der Rumford-Suppe, ein pampiges, billiges, aber wohlschmeckendes Gericht für Bettler und Soldaten.

Wohlschmeckend und billig ist auch der Eintopf, den wir heute basteln wollen. Ich koche die Graupen (etwa ein Händchen voll pro Person) extra, weil jedes Gemüse Matsch wird, wenn es mit der Graupe startet und dann auf diese warten muss. Derweil kann man ja schon das Gehackte (Zwiebel, Knoblauch) und das Gewürfelte (Suppenwurzelzeug) anschwitzen und mit Suppe aufgießen. Ein Bouquet garni mit Lorbeer, Thymian und Salbei kommt auch noch rein (glücklich, wer eine Gewürzkugel besitzt!). Schließlich werden auch noch Erdäpfel erdäpfelsuppenmäßig mitgekocht, wobei man mit diesen auch die mittlerweile bissfest gesottenen Graupen dazugibt (die sind eh geduldig).

Verbessern lässt sich dieses, wie überhaupt jedes Gericht (außer Fürst Pückler Torte), indem man ein Selchrippchen mitkocht, am besten gleich mit den Graupen. Es muss jedenfalls schön mürbe sein, sodass man die Knochen mit dem Finger rausschieben, das Fleisch kleinschneiden und dazutun kann. Jetzt noch gehackte Petersilie drüber - voilà! KN

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