Prost!  Lexikon der Getränke. Diese Woche: Paracelsus Zwickl

Ungetrübter Bierkonsum: Auch Bio bereitet Kopfzerbrechen

Stadtleben | aus FALTER 09/14 vom 26.02.2014

Wer sich biologisch kontrolliert "einen umhängen“ möchte, der könnte auf das von der Salzburger Brauerei Stiegl hergestellte Paracelsus Zwickl zurückgreifen. Mit dem untergärigen Vollbier (fünf Prozent Alkoholgehalt), das mit Gersten- und Weizenmalz sowie Mühlviertler Hopfen gebraut wurde, gelingt das ganz gut: fruchtig, herb, vollmundig.

Wer sich fragt, was das Wort Zwickl bei Bieren zu bedeuten hat: Es wird nicht gefiltert, wodurch es mit dem Attribut "naturtrüb“ verkauft werden kann. Der Zwicklhahn ist im Brauereigewerbe jene Vorrichtung, mit dem das noch nicht ausgereifte Bier probeweise dem Fass entnommen wird. Dieses ist brautechnisch bedingt nicht gefiltert, wodurch, nachdem man entdeckt hat, dass es einen Markt für naturtrübe Biere gibt, das Wort Zwickl als Bezeichnung konsequent Verwendung fand. Es soll - sofern die konsumierte Menge nicht aus den Fugen gerät - ernährungstechnisch wertvoller sein, weil durch das Filtern die sogenannten "Trubstoffe“ entnommen werden, die doch einiges an Mineralstoffen und Vitamin-B-Komplexen in sich tragen. Aber Obacht, bei manchen kann ungefiltertes Bier auch bei mäßigem Konsum zu Kopfschmerzen führen, daher nie auf das begleitende Wasserglas vergessen!

Das Sortiment der Firma Stiegl, das neben österreichischen Klassikern auch belgische, englische und italienische (!) Biere enthält, kann auch mit sogenannten limitierten Jahrgangsbieren dienen: Double Ipa (2012) zum Beispiel, ein India Pale Ale, das sehr verlockend wirkt. MS


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