Fragen Sie Frau Andrea

Blutgasse und heilige Hallen

Falter & Meinung | aus FALTER 09/14 vom 26.02.2014

Liebe Frau Andrea,

manchmal denke ich, die Wiener neigen besonders zu Rache und Revanche. Zum Beispiel wenn ich höre: Der kommt no’ in mei Gass’n. In welche Gasse, bitte schön? In die Blutgasse, die es ja in Wien wirklich gibt? Andererseits kennt man in den von Sarastro besungenen heil’gen Hallen die Rache nicht. Kann man ausschließen, dass die in Wien sind?

Mit besten Grüßen

Ihr Mirko Burijan, per NSA-Archivalie

Lieber Mirko,

Wolfgang Amadeus Mozart und Emanuel Schikaneder, Komponist und Librettist der 1791 erstaufgeführten "Zauberflöte“, haben in Figuren und Plot der Oper freimaurerisch-aufklärerische Motive verarbeitet. Die masonische Forschung interpretiert Mozarts letzte Oper als Kampf zwischen Licht (Aufklärung) und Finsternis (selbstverschuldete Unmündigkeit) und verortet die Identität des Lichtspenders Sarastro im damaligen geistigen Haupt der Wiener Freimaurer, in dem Mineralogen, Geologen und josephinischen Hofrat, dem Freiherrn Ignaz von Born. Sarastro, Vertreter


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