Kunst Vernissagen

Neoliberale Vertreibung aus dem Paradies

Lexikon | NS | aus FALTER 09/14 vom 26.02.2014

Um 1500, am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, schuf Hieronymus Bosch seinen "Weltgerichtstriptychon", der in der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste hängt. Nun nehmen sich dort sechs Gegenwartskünstler dieses Werks an und verwenden dessen Motive für heutige Problemstellungen. Die Installationen der Schau "Das Neueste Weltgerichtstriptychon" bringen weltliche Erlösungs-und Bestrafungsszenarien aufs Tapet. So wird sich Maruša Sagadin der urbanen Veränderungen in Wien annehmen, indem sie Neubauprojekte als Hölle auf Erden darstellt. Alice Creischer und Andreas Siekmann thematisieren die Arbeitsbedingungen der Globalisierung und Herman Asselberghs' Video "Dear Steve" richtet sich direkt an den Apple-Gründer Steve Jobs.

Akademie der bildenden Künste, xhibit, Do 19.00; bis 18.5.


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