Kurzhinweise

Was Sie nicht versäumen sollten

Steiermark | aus FALTER 09/14 vom 26.02.2014

Das wird ziemlich Mühsam

Wie könnte man den 1934 verstorbenen Erich Mühsam gefügig beschreiben? "Begnadeter Schüttelreimer, Münchner Räterevolutionär, Bohemien, Kabarettist, Anarchist, Kaffeehausliterat, von den Nazis im KZ ermordeter Jude", fasst es der Bildungsverein KPÖ zusammen. Mit der Hommage "Erich Mühsam -Kein Lampenputzer" ziehen nun dieser Tage Thomas Ebermann, Robert Stadlober, Frank Spilker, Knarf Rellöm und Manuel Schwiers durch die Lande, um einen Abend zwischen szenischer Lesung und Musik zu kredenzen. Alle sind sie amtsbekannt: Ebermann als Gründungsmitglied der deutschen Grünen, der in der Steiermark aufgewachsene Stadlober vor allem als Schauspieler, Frank Spilker als Frontmann der deutschen Band Die Sterne. Neben den Leseeinheiten und der Vertonung von Mühsam-Gedichten werden die Herren auch eigene Songs spielen.

KPÖ-Bildungszentrum, Fr 19.00

Im Limettenlabor

Emil verkehrt herum gelesen ergibt Lime. Schon zu Schulzeiten war das der Spitzname von Emil Breisach, steirischer Kulturdoyen. Anlässlich seines 90. Geburtstages wurde von der Akademie Graz, Forum Stadtpark, Literaturhaus, ORF Steiermark und steirischer herbst das Lime_Lab ins Leben gerufen, ein Emil-Breisach-Labor für tranzdisziplinäres Hörspiel. Um nämlich die "künstlerischen Möglichkeiten neuer Technologien im Bereich Sound, Radio, Internet für die auditive Kunstproduktion auszuloten". Hört, hört! Im Literaturhaus werden nun die Preisträger und ihre Projekte vorgestellt: Es geht nun der, wie man sagen könnte, Große Emil an den Grazer Autor Helmut Schranz, er hat die Autorenteams Kerstin Putz/Georg Reiter/Paul Reiter sowie Sophie Reyer/A. J. Weigoni auf die Plätze verwiesen. Literaturhaus Graz, 26.2., 20.00

Die Plätze der Frauen

In der Ausstellung "Lost Space? - Frauenstraßen, Frauenplätze" geht das GrazMuseum der Frage nach, wir die Stadt mit ihren renommierten Bürgerinnen umgeht. Nur wenige Plätze und Straßen sind nach verdienstvollen Frauen aus Politik, Wissenschaft und Kunst benannt. 40 solcher Orte wurden fotografisch dokumentiert.

GrazMuseum, Do 19.00 (Eröffnung)


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