Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Herausgebers

Von Sotschi auf die Krim - wir Hauptnutznießer als Putinversteher

Falter & Meinung | aus FALTER 10/14 vom 05.03.2014

Von Armin Thurnher

Jetzt wissen wir es wieder ganz genau: Wir Österreicher wissen nichts. Nichts über unsere Position in der Welt, nichts über unsere Interessen, unseren Plan, unsere Haltung. Eines steht fest: Unser Putin-Geschmuse, unser während der Olympischen Spiele gezeigter Hang zum starken Mann, unsere öffentliche Distanzlosigkeit zum autoritären Führer Russlands lassen uns heute noch schlechter aussehen, als sie uns vor zwei Wochen aussehen ließen.

Wie immer nehmen wir uns selbst in der Position des Kleinstaats wahr, wie immer entbehren wir fast ganz der europäischen Perspektive. Wie immer verstehen wir es, uns kleinzumachen und keine Außenpolitik zu betreiben (der neue, jugendliche Außenminister scheint das gerade ändern zu wollen). Aus unserer Selbstinfantilisierung - so nannte das einst Rudolf Burger -, aus unserem Abducken, aus unserem Kopfeinziehen machen wir das vermeintlich Beste: Wir versuchen, uns durchzumogeln.

Wir wissen, es ist nicht weit nach Kiew. Auf die Krim


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