Wenn die Preise sinken

Zwischenruf: Kurt Bayer | Politik | aus FALTER 10/14 vom 05.03.2014

Internationale Medien warnen vor ihr, in Österreich kratzt sie niemanden: die Deflation. Droht sie uns am Ende jetzt?

Es ist paradox: Lange Zeit haben vor allem deutsche Kassandras die Europäische Zentralbank (EZB) immer wieder davor gewarnt, dass ihre laxe Geldpolitik, ihre Liquiditätsspritzen und ihr Aufkauf von Staatsanleihen eine Inflationsspirale in Gang setzen würden, die ihresgleichen suche.

Eine von Ökonomen geleitete Partei versuchte sogar, in den deutschen Bundestag einzuziehen, um die drohende Geldentwertung zu bekämpfen. Sie ist an der Vierprozenthürde gescheitert.

Und jetzt? Plötzlich fürchten alle die Deflation in der Eurozone, also das Sinken der Preise, da diese nur mehr um 0,7 Prozent höher sind als vor einem Jahr. Die Europäische Zentralbank verfehlte somit ihr selbstgewähltes "Stabilitätsziel“ von unter zwei Prozent ganz deutlich - und das schon seit einiger Zeit.

Deflation, was ist darunter überhaupt zu verstehen? Für Konsumenten gibt es doch nichts Besseres,

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