Die stumme Masse: nichtösterreichische EU-Bürger als Wahlmuffel

Politik | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 10/14 vom 05.03.2014

In Österreich leben 416.000 Migranten aus der EU. Liest man die Statistik, dann könnte man glauben, die absolute Mehrheit von ihnen sind politikverdrossene EU-Skeptiker. Bei der letzten Europawahl vor fünf Jahren ließen sich bloß 30.393 der nichtösterreichischen EU-Bürger für die Wahl registrieren. "Oft ist es ihnen gar nicht bewusst, dass sie wählen dürfen“, sagt Jockel Weichert, "das ist in Europa generell so.“

Weichert ist Sprecher des Projekts "Operation Vote“, einer länderübergreifenden Informationskampagne, die von österreichischer Seite vom Migrantinnenbeirat der Stadt Graz getragen wird. Ziel der "Operation Vote“: die Zuwanderer aus den EU-Ländern für die Europawahl am 25. Mai an die österreichischen Urnen zu treiben. Schließlich nimmt die Mobilität der Bürger Europas immer stärker zu, die Gruppe der EU-Migranten wächst und wird wichtiger.

In Österreich richtet sich "Operation Vote“ vor allem an die drei größten Gruppen: Deutsche (158.000), Rumänen (53.000) und Polen (46.000). Für die potenziell Wahlberechtigten unter ihnen gilt zu beachten: Wer wählen will, muss sich bis 11. März in der Wählerevidenz der Gemeinde eintragen lassen. Mehr Infos unter: http://www.operationvote.eu F


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