Frank Baumbauer über Matthias Hartmann: "Man kann sich da nicht rausschleichen“

Feuilleton | Interview: W. Kralicek | aus FALTER 10/14 vom 05.03.2014

:: Der Münchner Frank Baumbauer, 68, ist einer der prägenden Theaterleiter der letzten 25 Jahre. Als Intendant am Theater Basel, am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und an den Münchner Kammerspielen sowie als Schauspieldirektor der Salzburger Festspiele förderte er heute berühmte Regisseure wie Frank Castorf, Christoph Marthaler, Luk Perceval oder Jossi Wieler. Aus dem Intendantengeschäft hat sich Baumbauer 2009 zurückgezogen. Wenn er die Krise des Burgtheaters beurteilt, verfolgt er also keine eigenen Interessen.

Falter: Das Burgtheater erwartet für 2012/13 ein Defizit von 8,3 Millionen Euro. Wie beurteilen Sie den Fall?

Frank Baumbauer: Diese Sachen passieren ja nicht plötzlich, die entwickeln sich und haben in der Regel auch eine Transparenz. Es gibt ein ständiges Eigencontrolling und Außencontroller, die mindestens einmal im Jahr das Unternehmen durchleuchten. Es gibt in der Regel zwei Geschäftsführer, die Verantwortung tragen - der Intendant die erste und der kaufmännische


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