"Es sind Karikaturen und echte Menschen zugleich“

Interview: Julia Pühringer | Feuilleton | aus FALTER 10/14 vom 05.03.2014

Zu seinem jüngsten Film "Grand Budapest Hotel“ hat sich Wes Anderson unter anderem von Stefan Zweig und Hannah Arendt inspirieren lassen

Die Filme von Wes Anderson sind wahre Ausstattungsorgien, liebevollst gestaltet bis hin zu den kleinsten Details der Architektur, der Inneneinrichtung, der Kostüme und der Haarschnitte. Die Protagonisten aus Filmen wie "Rushmore“ (1998), "The Royal Tenenbaums“ (2001), "The Life Aquatic with Steve Zissou“ (2004) oder zuletzt dem Jugendliebe-aus-Büchern-Feel-good Melodram "Moonrise Kingdom“ (2012) sind immer ein wenig eigenbrötlerisch, um nicht zu sagen schrullig, aber stets haben sie ihren ganz eigenen Style, einen Hauch von Glamour.

Glamourös war denn auch das Setting für die Interviews, die Wes Anderson heuer am Rande des Filmfestivals von Berlin gab, das mit "Grand Budapest Hotel“ eröffnet wurde. Die Gespräche mit dem Regisseur fanden im luxuriösen Hotel Adlon statt, ein Modell des Titelhelden war im Foyer aufgebaut. Anderson selbst

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