Einsame Spitze

Stadtleben | Bericht: Maik Novotny | aus FALTER 10/14 vom 05.03.2014

Österreichs höchstes Hochhaus wurde eröffnet. Dass dem 250 Meter hohen DC Tower sein Twin noch fehlt, ist nicht der einzige Grund, warum der Turm an metaphorischer Überlastung krankt

Das erste Pärchen posiert bereits: Die blondierte Dame betrachtet sich in der schwarzen Spiegelfassade, während ihr Begleiter sie ablichtet. Daneben erkunden Skater die neuen Betonoberflächen, andere fotografieren blinzelnd nach oben. Die gefaltete Glasfassade des DC Tower ist definitiv ein Hingucker. Letzte Woche wurde das - inklusive Antenne- mit 250 Metern und 60 Geschoßen höchste Hochhaus Österreichs eröffnet.

Dunkel ist nicht nur die Glasfassade, schwarz sind auch die kantigen Metallschirme, die wie durcheinandergewürfelte spanische Reiter vor dem Eingang im Boden stecken. Sie sollen die berüchtigten Hochhausfallwinde, unter denen die Donauplatte leidet, abfangen. Das Foyer und die Lobby des zur spanischen Kette Mélia gehörenden Hotels sind mit dunklem Granit ausgekleidet, im Restaurant schraubt


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige