Fragen Sie Frau Andrea

Pennäler pennen in der Penne

Falter & Meinung | aus FALTER 10/14 vom 05.03.2014

Liebe Frau Andrea,

war es ein Sonntagnachmittagsfilm mit Peter Alexander, war es ein Mickymausheft, war es ein Erinnerungsflash aus den 70er-Jahren, ich weiß es nicht, aber plötzlich kam mir neulich das Wort "Penne“ in den Sinn. Das ist doch piefkinesisch für Schule. Wieso heißt die so?

Vielen Dank und liebe Grüße,

Günther Traun, per NSA-Archivalie

Lieber Günther,

obwohl schon die Begriffe "Sonntagnachmittagsfilm“ oder "Peter Alexander“ für die Generation SMS-Daumen schwer erklärungsbedürftig wären, wollen wir uns heute ausschließlich mit deren Vorläufern, den Pennälern beschäftigen. Das Wort Pennäler hat einen angestaubten und bundesdeutschen Klang und bezeichnet(e) bei unseren nördlichen Nachbarn den meist männlichen Gymnasiasten.

Pennäler hießen so nach dem Pennale, der Federbüchse der Lateinschule, woraus im 15. Jahrhundert das uns geläufige Pennal entlehnt wurde. Das lateinische Wort penna (englisch pen) bezeichnet bekanntlich die Feder des Vogels und in der


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