Kabarett Kritik

Das Leben ist kein Wunschkonzert

Lexikon | PETER BLAU | aus FALTER 10/14 vom 05.03.2014

Wer sich darüber amüsieren kann, dass eine Frau am FKK-Strand auf der Jagd nach ihrem entlaufenen Hund zwischen den behaarten Beinen nackter Tischtennisspieler herumkriechen muss, um aus dieser Perspektive festzustellen, dass es Gemächte gibt, bei denen "die Glocken länger als das Seil" sind, ist bei Angelika Niedetzkys zweitem Soloprogramm "Niedetzky-Marsch -Das Leben ist kein Wunschkonzert" möglicherweise gut aufgehoben. Darin kocht die erzählerisch energische, stellenweise sehr wandlungsfähige und als Betrunkene recht spaßige Schauspielerin ihr dünnes Süppchen über Shopping, Mode, Sex und Freiheit überwiegend gemäß der von Andreas Thiel unlängst formulierten These, dass Comedy dafür da ist, damit die Humorlosen etwas zu lachen haben.

Orpheum, Di 20.00; Stadtsaal, Do 20.00


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