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Rumpelrock im Zeichen rustikaler Herzlichkeit

Lexikon | GS | aus FALTER 10/14 vom 05.03.2014

Herrlich, wie das losgeht: "Was will mir der Sänger sagen, ich versteh kein Wort", singplärrt eine genervte Stimme. "Singen kann er nicht -aber der Sound ist gut!" Und so geht das drei Minuten weiter, der Gitarrist bekommt sein Fett weg, der Bassist, der Schlagzeuger und der Organist. Der Mann, der da nörgelt, heißt Clemens Denk; sein Unmut richtet sich auch gegen das Plattencover, die Leute vom Label, das Publikum und die Kritiker. Aber: Der Sound ist gut! Denk ist eigentlich Künstler; als Musiker wurde der Wiener mit dem neuen Album "Clemens Band Denk" vom verschrobenen DIY-Bastler zum Rumpelrocker im Zeichen rustikaler Herzlichkeit (Stichwort: ned deppert sein!), der dem Austropop der 1970er-Jahre mit den Mitteln des Punk zu Leibe rückt. Dass Der Nino aus Wien seine Finger im Spiel hat, ist dabei nicht zu überhören.

Rhiz, Di 22.00 (Eintritt frei)


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