Hilfe, das Geschäftsmodell stürzt ein!

Der Standard baut Redakteure ab. Auch sonst wird 2014 ein verdammt hartes Jahr für den Journalismus

Medien | Rundblick: Ingrid Brodnig | aus FALTER 11/14 vom 12.03.2014

Ein bisschen fühlten sie sich mitverantwortlich. Als bekannt wurde, dass der Standard heuer Personal abbaut, wirkte manch ein User zerknirscht. "ich bin schuld. Ich les tagesaktuell online ohne dafür etwas zu bezahlen", schrieb Poster "benjohnson1988" im Zeitungsforum. Und auch User "Wurm" meinte: "Ich schäme mich mehr als ein wenig. (...) Nie habe ich einen Cent bezahlt."

Eilig hingeschriebene Postings, die das Problem doch auf den Punkt bringen. Das Geschäftsmodell des Printjournalismus erodiert, ganz besonders jenes der Tageszeitung. Im Standard könnten es schon bald 15 Journalisten weniger sein. Diese Schätzung kursiert im Haus. Offiziell nennt die Geschäftsführung keine Zahlen.

Weiters, so hört man intern, sollen die Verträge älterer Mitarbeiter neu ausgehandelt und einige Onlinekanäle knapper besetzt werden, womöglich das feministische Portal dieStandard. at oder das Migranten-Ressort daStandard.at. Zehn Prozent der Personalkosten werden insgesamt eingespart, ein Sozialplan


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